Donnerstag, 24. November 2016

Rezension zu "Nerve, Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen" von Jeanne Ryan

Allgemeine Informationen: 

Autor: Jeanne Ryan
Titel: Nerve, Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen
Reihe: /
Verlag: cbt
Erscheinungstermin: 15.08.2016
Seiten: 316
Preis:
         - Hardcover: 14,99 €
         - Taschenbuch: 9,99 €
         - Ebook: 8,99 €
ISBN: 978 3570309766

Bewertung: 5/5 Sterne

Inhaltsangabe: 

Um einem Jungen zu gefallen, machen Mädchen gerne ungewöhnliche Dinge. Genauso auch Vee, ein ruhiges Mädchen, dass sich normalerweise im Hintergrund wohler fühlt, als im Rampenlicht zu stehen. Vee nimmt an einem Online-Game teil, von dem sie eigentlich nichts hält, nur um ihren Traummann auf sich aufmerksam zu machen. Für dieses Game muss sie Challenges bestehen, die äußerst peinlich sind, ihr aber mit der Zeit Spaß machen. Bis zum Finale zumindest. Zusammen mit ihrem Spielpartner Ian wird sie mit fünf anderen Spielern in einen Raum eingeschlossen und spielt um nun ihr Leben.


Meine Meinung: 

Nerve, ein Buch, welches einem wirklich die Nerven raubt.

Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Werk durch den gleichnamigen Kinofilm "Nerve". Die Vorschau dessen hat meine Neugierde geweckt und als ich dann gesehen habe, dass es dazu ein Buch gibt musste ich es einfach lesen. Und ich wurde positiv mehr als nur überrascht.

Die Geschichte fängt schon sehr spannend an. Es geht um ein Mädchen, welches sich sozial zurück zog und anschließend in die Wildnis flüchtete, um ein wenig ihre Ruhe zu haben. Doch sie wird verfolgt von einem Beobachter aus dem Spiel "Nerve". Sie selbst war bis vor kurzem eine Spielerin bei diesem Spiel.
Das erste Kapitel raubte einem schon den Atmen und ich fieberte sofort mit.

Ab dem folgendem Kapitel geht es um Vee, eine junge Frau, die als Bühnenarbeiterin und Visagistin im Hintergrund eines Theaters fungiert. Vee war mir gleich von Anfang an sehr sympathisch. Eine Frau, die nicht die typische Heldin darstellt, bescheiden ist und gleichsam verliebt in einen Jungen. Dadurch das die Geschichte in der Ich-Form erzählt wird, kann man sich in die Protagonistin hineinversetzen und ihre Beweggründe verstehen.
Aber auch Ian, der Mitspieler, spielt eine wichtige Rolle in der Story. Er ist ein Mann, der Vee immer wieder motiviert, ihr aber zugleich eine feste Konstante bietet. Ian war mir bis zum Schluss suspekt. Ich konnte ihn nur sehr schwer einschätzen, da nicht viel über diesen Charakter verraten wurde im Laufe der Geschichte.
Die Story beschreibt die Ereignisse von wenigen Tagen, wodurch sie äußerst flüssig und chronologisch einfach nachvollziehbar war.
Im Allgemeinen schrieb die Autorin sehr flüssig und vor allem äußerst spannend. Es gelang mir nur selten das Buch aus den Händen zu legen. Jede Challenge hat ihren eignen Höhepunkt und zehrt an den Nerven. Die Spannung war auf jeder Seite zum greifen nahe.

Sehr interessant fand ich persönlich, wie ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen zu einem Tun motiviert werden kann. In diesem Buch sieht man eindeutig, wie viel Menschen für Geld, Träume und Gegenstände bereit sind zu tun. Aber auch das Thema Gruppenzwang wird indirekt thematisiert. Meiner Meinung nach hat hier die Autorin einen grandiosen Bezug zwischen Realität und Geschichte geschaffen. Themen, die in unserer heutigen Gesellschaft ja schwer kritisiert sind, und das natürlich zu recht.

Das Cover ist in diesem Falle genau dasselbe, welches für den Kinofilm genutzt wurde. Es zeigt einem im Groben die Stichpunkte zur Geschichte. Ob es mir gefällt? Es ist definitiv auffällig. Aber richtig begeistern tut es mich nicht.


Fazit: 

Nerve muss man gelesen haben! Dieses Buch ist mein Highlight im November und ich denke sogar eines der Top 10 Bücher des Jahres 2016. Ich bin selbst jetzt, einige Tage nach dem lesen noch immer wahnsinnig geflasht. Die Spannung und das Thema reißen den Leser mit sich mit.
Persönlich kann ich jedem dieses Werk empfehlen und freue mich schon darauf von euren Meinungen zu lesen oder zu hören. Ich hoffe sogar, dass es ein weiteres Buch von Nerve in Zukunft geben wird.

Rezension und Bild erstellt von Ramona Gall