Dienstag, 11. Oktober 2016

Rezension zu "Plötzlich Banshee" von Nina MacKay

Allgemeine Informationen:

Titel: Plötzlich Banshee
Autor: Nina MacKay
Erscheinungsdatum: 01.09.2016
Verlag: ivi
Seiten: 400
Preis: Print: 15,00 €
          E-Book: 12;99 €
ISBN: 978-3492703932

4/5 Sterne 

Inhaltsangabe:

Alana ist eine waschechte Banshee, eine Todesfee nach der irischen Mythologie. Sie sieht über den Köpfen der Menschen Uhren, die die restliche Lebenszeit der Person anzeigt und wenn diese Uhr sich dem Ende neigt, lässt Alana zumeist unfreiwillig einen Schrei, wie eine Sirene von sich. Und das obwohl sie lieber für sich alleine sein will, da Banshees bekanntlich das Unglück magisch anziehen. Zu allem Überfluss tauchen in gesamt Santa Fe Leichen auf, die alle im Zusammenhang mit Alana stehen, und somit der attraktive Detective Dylan Shane seine Aufmerksamkeit auf sie richtet. Kann die Banshee als Privatdetektivin weitere Morde verhindern oder den Mörder finden? Und wer in ihrer näheren Umgebung kann ihre Pechsträhne überleben?

Meine Meinung:

Irische Mythologie finde ich persönlich sehr interessant. Vor allem mag ich die Kobolde sehr gerne, und sogar die kommen in diesem tollen Buch zur Sprache. Aufmerksam bin ich auf dieses Buch durch erstens das Cover und zweitens durch eine Facebook Gruppe, den Zeilenspringer, geworden. 

Der Schreibstil:

Nina MacKay sticht mit ihrem Schreibstil aus der Menge der Autoren heraus. Ich habe selten bisher ein so lustiges Buch lesen dürfen, wie dieses hier, Die Autorin schafft es wirklich mit fast jeder Seite den Leser, durch die Beschreibungen und Handlungen der Protagonistin, zum lachen zu bringen. 
Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive erzählt, hauptsächlich aus der Sicht der Protagonistin Alana. Doch auch andere Charaktere stehen immer wieder im Vordergrund und erzählen ihre Sichtweise der Geschehnisse. 
Auch positiv zu bewerten ist die Spannung, die schon auf der ersten Seite des Buches mich ergriffen hat. Wie oft kommt es den schon vor, das ein normales Mädchen, ein paar Typen auf ein Zugdach hinterher springt? Diese Spannung hält Nina MacKay bis zum Schluss und lässt es am Ende noch einmal richtig krachen. 
Einziger kleiner negativer Kritikpunkt war für mich, dass ich mit den ganzen Namen kurzzeitig durcheinander gekommen bin. Im Laufe der Geschichte erscheinen viele Namen, und vor allem die von magische Wesen, die mir die einzelne Zuordnung schwer gemacht haben. 

Die Protagonistin:

Ganz ehrlich? Ich liebe Alana. Sie ist der Hauptcharakter in dieser Geschichte und wirklich außerordentlich toll. Durch ihre Tollpatschigkeit, ihrer Fürsorge und ihren Mut hat sie mein Herz erobert. Sie ist meiner Meinung nach der Grund, warum das Buch so toll geworden ist. 

Der Detective Dylan Shane dagegen ist mir lange nicht sympathisch gewesen. Für mich persönlich wirkt dieser Charakter kalt. Er ist schwer zu beschreiben, vor allem ohne zu spoilern. Auf der einen Seite ist dieser Detective, wie ein richtiger Polizist, auf der anderen Seite verwirrt er einem mit seinen Handlungen, vor allem im Bezug zu Alana. 
 
Das Cover:

Oben erwähnte ich bereits, das ich auf das Buch (wieder einmal) unter anderem durch das Cover aufmerksam geworden bin. Die Covergestaltung ist der Zero Werbeagentur bei diesem Buch wirklich gut gelungen. Der  Totenkopf für die Symbolisierung der Todesfee finde ich gut gewählt, und durch die Einsetzung von Farbe wirkt das Gesamtbild nicht zu düster. 

Das Fazit:

Dieses Buch ist wirklich lesenswert und sollte von Liebhaber der Mythologie und Fantasy unbedingt gelesen werden. Auch Leser, die mal wieder ein lustiges Buch zum lesen suchen sind hier genau richtig. Für mich war dieses Buch spannend, lustig und liebenswert zugleich. Seine vier Sterne hat es sich wahrlich verdient. Ich freue mich auch schon darauf weiterhin von dieser tollen Autorin lesen zu dürfen. (Kleiner Tipp hierzu: Noch diesen Monat veröffentlicht sie noch ein weiteres Buch.)