Dienstag, 11. Oktober 2016

Rezension zu "Zorn des Himmels" von Richard Dübell

Allgemeine Informationen:

Titel: Zorn des Himmels
Autor: Richard Dübell
Erscheinungstermin: 09.09.2016
Verlag: Bastei Lübbe Taschenbuch
Seiten: 432
Preis: Gebunden: 19,99 €
          Taschenbuch: 11,00 €
          E-Book: 8,99 €
ISBN: 978-3404173976

5/5 Sterne

Inhaltsangabe:

Gottes Zorn suchte die Erde heim. Blitze, die die Erde zu spalten schienen, Wassermassen, die alles ertränkten, was sich ihnen in den Weg stellte. Es kam so plötzlich mit einer verheerenden Macht, das alle Menschen, selbst die Ungläubigen der festen Überzeugung waren, das dies Gottes Werk sein musste. 
Zur gleichen Zeit kämpft der Kaiser und der Papst um seine eigene Macht in der Welt. 

Meine Meinung:

Historische Romane gehören eigentlich zu den Genres, die ich am wenigsten lese, aber dieser Autor könnte es geschafft haben, dass ich doch mehr mein Augenmerk auf diese Romane richten werde. 

Der Schreibstil:

Richard Dübell hat ein großes Talent zum Aufbau und halten der Spannung. Das Beiseitelegen bei diesem Buch war fast nicht möglich, so sehr fesselte mich diese Geschichte. Der Autor erzählt die Geschichte in der dritten Person, Präteritum. Auch verwendet er den Wechsel der Erzählerperspektive zwischen den einzelnen Charakteren, doch zumeist wird die Geschichte aus der Sicht von Philippa, der Protagonistin verzählt. Besonders gefallen hat mir, dass Richard Dübell die alten Namen der Städte in Deutschland verwendet hat. Anfangs zwar etwas ungewohnt zu lesen, aber absolut authentisch. Die Charaktere erhielten alle eine eigene Tiefe und somit auch eine Persönlichkeit. Trotz ernster Themen schaffte der Autor es immer wieder, dass ich lachen musste über diverse Handlungen oder Dialoge. Zusammengefasst lässt sich schreiben, dass mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat. 
Da ich jetzt nicht weiß, wo ich diese positive Kritik unterordnen soll, habe ich mich entschieden dies hier zu tun. Abwechslungsreich und sehr spannend meiner Meinung nach ist bei diesem Buch auch das "Extra". Hier hat der Autor nieder geschrieben, wie die Geschichte entstanden ist und wie er zu der Idee und deren Umsetzung gekommen ist. 

Die Protagonisten:

Meiner Meinung nach haben alle Charaktere in diesem Buch eine authentische Persönlichkeit. Zudem wirken alle Handlungen und Gedanken nachvollziehbar für den Leser. 
Die Protagonistin Philippa ist eine junge Frau, Tochter eines Zunftmeisters, aber hat eine starke Ausstrahlung. Ich mochte es von ihr lesen zu dürfen. Ich stelle mir es immer wieder sehr schwer vor in der damaligen Zeit als selbstbewusste Frau in der Öffentlichkeit aufzutreten. Aufgrund dessen bin ich immer sehr gespannt, wie ein Autor die Reaktion des Volkes einer solchen Frau gegenüber darstellt. Hier ist es Richard Dübell gelungen mich von seiner Sicht zu überzeugen. 

Das Cover:

Das Cover zeigt dem Leser bei diesem Buch mehr über den Inhalt, als der Klappentext selbst. Der Bezug zur Geschichte ist vorhanden und nicht zu übersehen. Ein für mich wichtigster Bestandteil eines Covers. Meiner Meinung nach ist der Nachname des Autors ein wenig zu groß geschrieben im Vergleich zum Titel. 

Das Fazit: 

Leser von historischen Romanen: Ihr müsst dieses Buch gelesen haben. Selbst Leser, die das Genre eher selten bis überhaupt nicht lesen, kann ich dieses Buch dennoch empfehlen. Die Geschichte verspricht Spannung von der ersten Seite an bis hin zu letzten. Der Schreibstil ist für einen historischen Roman leicht verständlich, aber dennoch authentisch. Die Beschreibung, wie die Story entstanden ist, ist ein tolles "Extra". Ich persönlich werde noch weitere Bücher von Richard Dübell lesen und freue mich schon jetzt darauf.