Freitag, 26. Mai 2017

Rezension zu "Tiefenwelt, Zwei Leben" von T. F. Sperling

Diese Dystopie konnte mich begeistern

Allgemeine Informationen: 


Autor: T. F. Sperling
Titel: Tiefenwelt, Zwei Leben
Verlag: Drachenmond Verlag
Erscheinungsdatum: März 2017
Seiten: ca.370
Preis:
         - E-Book: 4,99 €
         - Print:     14, 90 €
ISBN: 978-3959913430

Inhaltsangabe: 


Lenyo lebt in einer Stadt, die in verschiedene Bereiche unterteilt ist. Strenge Regeln und harte Maßnahmen stehen an der Tagesordnung. Lenyo beschließt etwas gegen die aktuelle Lebensart zu machen und verlässt seine Familie, die mit Armut und Krankheiten kämpft, um sich den Rebellen anzuschließen. Doch Lenyo ahnt nicht was ihn erwarten wird, denn er hat die Gabe, die Welt zu ändern.


Meine Meinung: 

Nach vielen gelesenen Fantasybüchern brauchte ich dringend mal ein anderes Genre zum lesen und Tiefenwelt, eine Dystopie, reizte mich schon länger.

Der Prolog begann zugleich spannend. Lenyo befindet sich bei einem Arzt und was die beiden miteinander zu bereden haben lässt sofort Fragen aufkommen, die beantwortet werden wollen.
Man wird als Leser in die Geschichte hinein geworfen und erfährt erst später Stück für Stück die Umstände, die Lenyo in eine gewisse Situation gebracht haben. Lenyo, der Protagonist ist ein interessanter Charakter, der mutig, aber zugleich auch unbeholfen wirkt. Das Besondere an Lenyo ist: Er redet nicht viel. Und wenn er "spricht", dann zeitweise solch komische Sätze, das man sich als Leser den Bauch vor lachen halten muss. Lenyo war mir durchaus sympathisch, aber ins Herz schließen konnte ich ihn nicht.
Die Geschichte wird zusätzlich in kleinen Absätzen aus der Sicht von Lenyos Bruder, Nebo, erzählt. Nebo ist das jüngste Mitglied der Familie, aber er ist ein sehr starker Charakter, er lässt sich von nichts und niemanden unterkriegen.
Auch die Mutter, Flor, und der Vater Lugh erzählen ihren Teil der Geschichte in kurzen Passagen. Durch die Erzählungen der gesamten Familie erlangt die Geschichte ihre "Rundungen" und lässt sich besser verstehen. Eine gut durchdachte Storyline tut hier ihr übriges.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Keine komplizierten Erklärungen bzgl. des Systems, welches in der Stadt und in der Tiefenwelt herrscht. Krankheiten, selbst wenn die zum Teil erfunden wurden, werden ebenfalls einfach und verständlich erklärt. Die Mitglieder der Familie erhielten ihre eigene Charakterstärke und -tiefe durch Beschreibungen und den Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Die Geschichte ist sehr spannend und die Seiten fliegen nur so dahin. Zwischen den einzelnen Spannungsbögen gibt es kurze Pausen, die es dem Leser ermöglichen einmal durchzuatmen. Das Ende der Story ist grandios, auch wenn ich zunächst ein wenig verwirrt war.

Covertime: Das Cover sagt mehr aus, als man im ersten Moment denken würde. Nachdem ich nun das Buch gelesen habe kann ich sagen, dass das Cover perfekt dazu passt. Auch gefällt es mir mal ein schlichteres Cover des Verlages zu betrachten.

Fazit: 

Rundum ein tolles Buch. Es ist spannend, witzig, ernst, regt zum nachdenken an und ich möchte definitiv mehr davon lesen. Die Charaktere sind alle verschieden aber dennoch sich ähnlich, wie es in einer Familie sein sollte.  Der Schreibstil ist sehr gut. Kaum Angefangen mit dem Buch, ist es schon vorbei, so schnell fliegen die Seiten vorüber. Das Ende ist grandios und meiner Meinung nach perfekt gelungen. Ich hoffe sehr, dass die Autorin noch weitere so gute Bücher schreiben wird.

Wer die Geschichte nun auch kennen lernen will, der klickt >>HIER<< (Link führt zur Verlagshomepage)

Rezension geschrieben von Ramona Gall
Bildquelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51IVXCrZ%2BNL._SX345_BO1,204,203,200_.jpg