Donnerstag, 17. November 2016

Rezension zu "Crazy, Sexy, Love" von Kylie Scott

Allgemeine Informationen: 

Autor: Kylie Scott
Titel: Crazy, Sexy, Love
Reihe: Dive Bar 1
Verlag: LYX, Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 11.11.2016
Genre: Liebesroman
Seiten: 368
Preis:
         - E-Book: 9,99 €
         - Print: 12,00 €
ISBN: 978-3736301993

Bewertung: 4/5 Sterne


Inhaltsangabe: 

Was gibt es Schlimmeres als am Tag seiner Hochzeit zu erfahren, dass der Mann, den man geglaubt hat zu lieben, eine Affäre hat?
Richtig! Zu erfahren, dass er eine Affäre mit seinem besten Freund und Trauzeugen hat!
Als Lydia das herausfindet, ergreift sie die Flucht und klettert im Hochzeitskleid über einen zwei Meter hohen Zaun. Um ihre Verfolger abzuschütteln und sich in Ruhe in ihrem Selbstmitleid zu suhlen, nimmt sie das offene Badezimmerfenster vor ihrer Nase als Einladung und schlüpft in das fremde Haus.
Als Vaughan die betrogene Braut in seiner Badewanne entdeckt, ist er zuerst wütend, doch schnell entpuppt er sich als Freund und Retter. Lydias wirklich schwerwiegende und schlagende Argumente tragen dazu wahrscheinlich einiges bei.
So kommt es also, dass die kurvige Frau die Welt des Ex-Rockstars auf den Kopf stellt.


Meine Meinung: 

Crazy, Sexy, Love ist wohl der perfekte Titel für dieses Buch.
Die Geschichte zwischen Vaughan und Lydia fängt ziemlich verrückt an, nämlich mit ihr im Brautkleid, in seiner Badewanne – nass! Muss man hierzu noch mehr erklären?

Kylie Scott ist eine meiner persönlichen Lieblingsautorinnen, bisher war jedes ihrer Bücher ein Kunstwerk, das ein Leserherz zum höher Schlagen und manchmal auch zum schmerzen bringt.
Natürlich habe ich auch unter ihren Büchern Favoriten und dazu zählt der vierte Band der Stage Dive Reihe. Dort haben wir bereits einen Vorgeschmack auf Vaughan bekommen. Bereits als Mitglied der Vorband von Stage Dive hat er eine ausgezeichnete Figur gemacht. Manchmal weiß der Leser einfach wer sich als fortsetzender Protagonist eignet und Vaughan ist das definitiv gewesen, dem entsprechend freudig ist meine Reaktion ausgefallen, als ich gelesen habe, dass es ein Sequel zu den Rockstars geben und Vaughan der Erste sein wird, der nun auch eine eigene Geschichte bekommt.

Die Liebesgeschichte zwischen Vaughan und Lydia erfolgt rasant und in wenigen Tagen. Zuerst bin ich skeptisch gewesen, bis mir klar geworden ist, dass es manchmal tatsächlich auf den ersten Blick funken und aus einem Funken ein allumfassendes und solide brennendes Feuer werden kann.
Die beiden Protagonisten geben einander so viel, dass es nicht unvorstellbar ist, sich schnell und heftig zu verlieben.
Vor allem, weil man gerade Lydia lieben muss! Sie selber hat durch die Geschichte mit ihrem Ex-Verlobten und ihr Übergewicht, einige Selbstzweifel, tatsächlich ist sie aber eine taffe und lustige Frau. Besonders ihr trockener, fast schon sarkastischer Humor hat mich angesprochen und zum Lachen gebracht. Babe – wie Vaughan sie nennt – ist einfach eine erfrischend neue Protagonistin, die man so aus Kylies Büchern noch nicht kennt.

Frau Scott ist es gelungen eine sympathische und authentische Heldin zu erschaffen, die nicht perfekt“ ist, sondern die Probleme vieler Frauen teilt – Fettpölsterchen und Cellulite.
Klar wird aber auch, dass sie durch optische „Makel“ nicht weniger liebenswert oder attraktiv ist, eher im Gegenteil.
Ich schätze Vaughn bringt es mit seinen Worten „Ich mag dich, Lydia. Dich als Ganzes.“ genau auf den Punkt. Wer sich also bisher zu diesem Zeitpunkt noch nicht in ihn verliebt hat, wird es in dem Moment tun, als er diese offenen und ehrlichen Worte zu Lydia sagt.
Unser rotblonder Leckerbissen, wird mit seinen Tattoos, der verwegenen Frisur und dem lässigen Stil als perfekter Bad Boy beschrieben, tatsächlich ist er gar nicht so „Bad“. Er ist eher ein sexy, hilfsbereiter Kerl, mit Träumen, Problemen und Ängsten, der ein bisschen verloren ist und nicht weiß, was er sich wirklich vom Leben erhofft.
Beide geben ein sehr schönes Paar ab, manchmal hätte ich mir aber in ihren Handlungen, Gedanken und Charakterzügen mehr Tiefe gewünscht.

Frau Scott hat so einen schönen, runden, bildlichen und flüssigen Schreibstil, dass ein bisschen mehr Tiefgang die Geschichte perfekt gemacht hätte. So hat man leider hin und wieder das Gefühl, es könnte etwas fehlen oder zu kurzgekommen sein.
Unabhängig vom Inhalt ist auch dieses Buch ein absoluter Schatz.

Während die Vorgänger-Reihe noch Paare gezeigt hat, sieht man auf dem neuen Cover eine Bar und einen Mann, wie er tatsächlich im Buche steht – bloß mit Bart.
Das Design ist stimmig und auch in Bezug auf die Story passend. Selbst die drei verschiedenen Schriften harmonisieren und runden das Gesamtbild ab.
Aber! Und das ist das böse Wort, ich könnte bei dem Format weinen, toben, schreien! Während die ersten Bücher von Kylie Scott als Taschenbücher herausgebracht wurden, startet die neue Reihe, die aber gleichzeitig ein Sequel ist, in broschierter Form. Was das Bild im Regal einfach Z-E-R-S-T-Ö-R-T!
Vielleicht übertreibe ich mit meinem Tick, dass Bücher eines Autoren und einer Reihe zueinander passen sollen, aber es stört mich einfach sehr.

Dennoch ganz egal, ob mir das Format nun gefällt oder nicht, habe ich mit Crazy, Sexy, Love einige tolle Lesestunden verbracht. An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass es sogar ein Wiedersehen mit Mal gab, das daraufhin weist, dass dies wahrscheinlich nicht das letzte Aufeinandertreffen mit unseren Rockstar gewesen ist.
Mehr werden wir aber erst in Band zwei erfahren, in dem Joe, der blonde Hunne, uns zum Schwärmen bringen wird.
Einen kleinen Hinweis auf das, was uns erwartet gab es bereits und ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich mich auf die Fortsetzung freue.
Liebe Kylie Scott, schreib schnell weiter, all die Monate Wartezeit sind jedes Mal eine Qual.



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Rezension erstellt von Kathrin Ho, Booklorette

Bildquelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51EQmDzNjkL._SX342_BO1,204,203,200_.jpg