Samstag, 17. Juni 2017

Rezension zu "Raven's Blood, Pechschwarze Schwingen" von Sylvia Steele

 Eine tolle Geschichte mit ein kleinen Schwächen


Allgemeine Informationen:


Autor: Sylvia Steele
Titel: Reven's Blood, Pechschwarze Schwingen
Verlag: Dark Diamonds
Erscheinungsdatum: 28.04.2017
Seiten: ca. 350
Preis:
          - E-Book: 4,99 €


Inhaltsangabe: 


Nach dem Tod ihrer Mutter und Schwester fällt Alexa in ein tiefes Loch. Einzig ihr Onkel schafft es sie wieder ins normale Leben zurück zu holen. Doch dann erscheint Jake, ihre Jugendliebe, der nicht nur die alten Gefühle in Alexa weckt sondern auch alte Erinnerungen hervorruft. Alexa ist hin und her gerissen zwischen Liebe und Verrat. Wäre das nicht schon genug, erscheint zudem auch noch ein einzigartiger Rabe, der Alexa ihr Schicksal offenbart und Kräfte, die tief in ihr schlummern zum Vorschein bringt.


Meine Meinung: 

Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Alexa, kurz Lexi, in der Ich-Form erzählt. Persönlich gefällt mir diese Erzählerform sehr gut, da der Leser tiefere Einblicke in die Gedanken und Gefühle des Charakters erhält. Zudem gelingen hierbei viele Überraschungen besser.
Alexa ist ein interessanter Charakter, der mich aber auch manchmal ein wenig nervte. Im Grunde ist die eine fleißige Studentin, die jedoch aber sehr in sich gekehrt lebt aufgrund der harten Schicksalsschläge, die sie in ihrer Vergangenheit erleben musste. Sie ist 21 Jahre alt und verhält sich zumeist ihrem Alter entsprechend. Es gab jedoch Szenen, bei denen ich zweifelte, ob das Verhalten bzw. die Reaktion von Lexi angebracht und nachvollziehbar ist. So geschehen zum Beispiel besondere Ereignisse und Alexa denkt nur an die Liebe. Ich persönlich hätte hierbei jedoch anders reagiert und hätte lieber sogleich wissen wollen wie es zu den besonderen Ereignissen bekommen ist.

Der Einstieg in die Geschichte ist sanft und zunächst ruhig gehalten. Der Leser erfährt, was bisher im Leben von Alexa geschehen ist und stellt zudem auch die restlichen Familienmitglieder vor. Gefühle und alte Traumata stehen ebenfalls zu Beginn der Geschichte im Vordergrund und werden von der Protagonistin aufgearbeitet. Im Allgemeinen lässt sich schreiben, dass der gesamte Roman seinen Schwerpunkt auf die Gefühle von Alexa gelegt hat. Dies finde ich auf der einen Seite sehr gut, auf der anderen Seite manchmal auch überzogen.

Verwirrend für mich persönlich war, dass die einzelnen Charaktere ihre Namen wechselten innerhalb der Geschichte von Spitznamen zu "normalen" Namen und umgekehrt. So kam es das zum Beispiel die beste Freundin erst Livi hieß und dann Olivia genannt wurde. Im ersten Moment musste ich beim Lesen inne halten und überlegen, wer nun dieser Charakter ist, bis ich den Zusammenhang hergestellt hatte. Aber dies ist nur ein kleiner Kritikpunkt.

Ab ungefähr der Mitte des Romans wurde es dann so richtig spannend. Es geschahen viele Ereignisse, die die Spannung in die Höhe trieben und vor allem viel Spaß bereiteten. Die Gabe und Besonderheit von Alexa rückte in den Vordergrund der Geschichte und hielt einige Überraschungen für den Leser parat. Die Beschreibungen und Erklärungen hierzu sind Sylvia Steele ebenso gut gelungen wie die Erhaltung des Spannungsbogens. Das Ende ist der Autorin sehr gut gelungen und stellte mich persönlich zufrieden.

Das Cover passt perfekt zur Geschichte und machte mich auch auf dieses Buch aufmerksam. Vielen Dank an dieser Stelle auch dem Verlag, der mir das Exemplar zur Verfügung gestellt hat.

Fazit: 

Das Buch konnte mich bis auf ein paar kleine Schwächen von sich überzeugen. Die Geschichte ist sehr gut geschrieben, der Schreibstil der Autorin schön zu lesen und die Besonderheiten wurden einfach verständlich beschrieben. Einzig der Wechsel der Namen von Spitzname zu normalen Namen bereitete mir Schwierigkeiten und manche Reaktionen der Protagonistin erschienen mir unglaubwürdig. Eine Fortsetzung des Buches will ich definitiv lesen wollen. 

Rezension geschrieben von Ramona Gall
Bildquelle: https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51bW2UAkT4L.jpg