Sonntag, 8. Januar 2017

Rezension zu "Dark Haze" von Svenja Lassen

Allgemeine Informationen:

Autor: Svenja Lassen
Titel: Dark Haze - Verloren bis zu dir
Reihe: /
Verlag: Selfpublisher
Erscheinungsdatum: 02.01.2017
Seiten: 252
Preis:
        -  E-Book: 0,99 €
        - Print: 7,99 €
ISBN: 978 - 1541091603

Inhaltsangabe: 

Ophelia stehen ein paar sonnige Ferienwochen auf dem polnischen Gutshof der Familie bevor. Diese möchte sie mit ihrer jüngeren Schwester und dem Vater verbringen.
Lange Ausritte mit ihrem Pferd und ein wenig Erholung von dem stressigen Alltag klingen toll - tatsächlich kommt alles anders als erwartet und sie findet sich mitten in einem Albtraum wieder.
Um zu überleben, muss sie sich auf einen Mörder verlassen, der genauso gefährlich wie anziehend ist. Ophelia weiß, dass es falsch ist sich ihm zuzuwenden und kämpft mit ihrem inneren Zwiespalt, aber manchmal muss man Dinge tun, die eigentlich nicht richtig sind.

Meine Meinung: 

Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn skeptisch gewesen bin. Romantik Thrill ist im Moment nicht mein bevorzugtes Genre und ich bin auch kein Fan von Settings in Europa. Allgemein sind meine Erfahrungen mit Indie-Autoren bisher eher vorsichtig, zögerlich gewesen. Umso glücklicher bin ich, einen echten Debüt-Roman-Schatz gefunden zu haben.
Ich bin wirklich froh, der Geschichte eine Chance gegeben zu haben. Die Leseprobe und somit die ersten beiden Kapitel haben sich zugegebenermaßen ein wenig gezogen, aber sie sind essenziell für den weiteren Verlauf der Geschichte.
Das Ende der Probe hat mich so sehr beschäftigt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Tatsächlich habe ich die verbliebenen 200 Seiten zwischen Zugfahren, Abendessen kochen und Schlafengehen – sprich innerhalb von wenigen Stunden - verschlungen.
Svenjas Schreibstil ist flüssig und flott, sehr authentisch und bildlich, besonders die Landschaft klingt wunderschön und zeugt von persönlichen Erfahrungen.
Ich erinnere mich, dass ich Svenja mit den Worten: „Ich muss dir leider mitteilen, dass ich nicht mehr weiterlesen kann.“ schocken wollte.
Nun nach einigen Stunden hat sich der Gedanken in meinem Kopf gefestigt, ich hätte mir wirklich ein paar Seiten mehr gewünscht. Ich würde nicht sagen, dass mir etwas furchtbar Wichtiges fehlt, aber ich hätte einfach gerne ein wenig mehr gehabt.
Die Charaktere sind rund. Man kann Viktors Entwicklung miterleben, in Hinsicht auf seine Gefühle hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Tiefe gewünscht, aber das ist Nörgeln auf hohem Niveau. Ophelia hat mir, genau wie Viktor, gut gefallen, aber auch bei ihr sind die Gefühle zumindest in Bezug auf den Verlust der Familie an der ein oder anderen Stelle zu kurz gekommen. Natürlich weint sie viel und sie denkt oft an schöne Momente zurück, aber mir fehlt dieser heftig schmerzende Schmerz.
Gemeinsam geben die beiden ein schönes Paar ab, sie sind auch nicht, wie ich befürchtet habe, eins dieser Pärchen mit Stockholm-Syndrom als Auslöser.
Ophelia ist, wie Viktor sie nennt, die Prinzessin und Viktor könnte man als schwarzen Ritter bezeichnen.
Last but not least.
Das Cover! Ich bin unglaublich verliebt in dieses Cover! Es gibt Vorurteile in Bezug auf Selfpublisher. Zum Beispiel, dass die Cover nicht mit denen der Verlage mithalten können, das zu Dark Haze ist aber das perfekte Beispiel, dass es eben auch anders geht! Hier wurde jemand mit Talent und Geschmack zugezogen, es sieht wirklich, wirklich toll aus!
Freut euch, dass es sogar Goodies geben wird – ich tue es!


Fazit:

Die liebe Svenja ist nicht nur als Autorin wunderbar, sondern auch menschlich gesehen sehr und sympathisch.
Sie hat mich in ein anderes Genre entführt, mit anderen Charakteren und anderer Umgebung - aber vor allem einer anderen Art von Geschichte.
Wer auch mal einem Buch außerhalb der großen Verlage eine Chance geben möchte, sollte hier starten!

Ich freue mich wirklich, dass ich als einer der ersten dieses Buch lesen durfte und hoffe auf eine Fortsetzung, ich sehe definitiv Potential!

Rezension und Bild erstellt von Kathrin Ho