Dienstag, 7. Februar 2017

Rezension zu "Der Schatten in mir" von Christian Milkus

Allgemeine Informationen: 


Autor: Christian Milkus
Titel: Der Schatten in mir
Erscheinungsdatum: 09.06.2016
Seiten: 328
Preis:
         - E-Book: 2,99 €
         - Print: 9,99 €
ISBN: 978-1533507976

Bewertung: 2/5 Sterne

Inhaltsangabe: 

Ein Dorf voller einfacher Menschen, jeder hat seine eigene Besonderheit, doch eines haben sie alle gleich. Sie huldigen nicht den Göttern, so wie sie es tun sollten.
Eines Tages wird das Dorf von Dienern der Finsternis heimgesucht und seitdem änderte sich das Leben der Dorfbewohner. Es sterben Menschen und harmlose Geschöpfe werden zu tödlichen Feinden. Das Dorfoberhaupt Kolen weiß nicht mehr zu helfen und versucht mit aller Kraft, die Bewohner beisammen zu halten. Salya, eine junge Frau, die mit sich selbst zu kämpfen hat wird von den Göttern berufen das Dorf zu retten. Doch der Gott der Finsternis ist kräftig und beeinflusst vieles. Ist Salya eine Dienerin der Finsternis? Kann Kolen das Dorf retten?

Meine Meinung: 

Christian Milkus führt den Leser in vergangene Zeiten, in denen die Göttern von den Menschen noch verehrt wurden. 
Das Dorf Schwarzbach liegt fernab von den Machenschaften der Regierenden mitten im Wald, doch es hat seinen eignen Krieg zu bestehen. Den Krieg gegen die Finsternis, gegen Zantul, Fürst der Dunkelheit. Die Grundidee hinter der Story ist super interessant und spannend. 
Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonisten Kolen, dem Dorfoberhaupt, und Salya, einer einfachen Frau, erzählt. Diese beiden Charaktere gleichen sich in einer gewissen Weise. Beide können sich nur schwer durchsetzen und verdrängen lieber die Wahrheit, die ihnen direkt vor die Füße gelegt wird. Kolen mochte ich von Anfang an nicht, er hat eine Art an sich, die ich nicht verstehe und auch nicht verstehen werde. Aber auch Salya konnte meine Sympathie nicht für sich gewinnen. Nebenrollen, wie der Ritter oder die Gärtnerin konnten mich dagegen überzeugen. 
Zu Beginn der Geschichte hatte ich meine Schwierigkeiten. Immer wieder wurden Zeitsprünge gemacht, die in meinen Augen wenig Sinn machten und mich verwirrten. Vor allem die Szenen mit dem Reisenden machten mir hier schwer zu schaffen. Später im Verlauf der Story passierte dies nicht mehr und jeder Absatz war chronologisch gut zusammen gestellt. Dennoch traten immer wieder Ereignisse ein, die ich nicht nachvollziehen konnte. Zumeist waren dies Reaktionen von Salya oder Kolen, die mich überraschten, aber nicht verständlich waren. 
Einzig die Tatsache, dass Zantul, ein Gott, seine Finger im Spiel hatte bannte mich und konnte mich mit Ereignissen überzeugen. Diese waren verständlich und nachvollziehbar. Doch leider gab es auch hier einen Punkt, den ich nicht verstehe. Wo ist die erste Dienerin der Finsternis geblieben? 
Ich hätte noch einen Kritikpunkt anzumerken, doch dafür muss ich spoilern, also Achtung SPOILER!!! Zum Ende der Story wird nur noch aus der Sichtweise von Salya erzählt. (Abgesehen vom letzten Kapitel.) Interessant wäre ein Kapitel gewesen, das aus der Sicht von Kolen erzählt wird, während dieser besessen war. Das hätte einige meiner Fragen noch beantworten können. 

Das Cover gefällt mir gut, es ist düster gehalten und stellt somit auch einen Bezug zur Geschichte her. 

Fazit:

Auch wenn dieses Buch durch Zufall in meine Hände gefallen ist, hatte ich mir hier mehr erwartet. Die Idee gefiel mir sehr gut. Ein Dorf, was auf sich alleine gestellt ist und gegen die Mächte der Finsternis kämpfen muss. Hört sich doch gut an, oder? Doch leider konnte die Umsetzung mich nicht überzeugen. Schade, denn ich denke, der Autor hätte potenzial zu mehr.