Dienstag, 28. März 2017

Rezension zu "Im Bann der Rocker" von Joanna Wylde

Allgemeine Informationen:

Autor: Joanna Wylde
Titel: Im Bann der Rocker
Reihe: Silver Bastards 1
Verlag: Lago
Erscheinungsdatum: 11. April 2016
Seiten: 496
Preis:
         - Print: 9,99
         - E-Book: 8,99
ISBN: 3957611288


Inhaltsangabe:



Puck ist gerade aus dem Knast gekommen und feiert mit seinen Brüdern seine zurückgewonnene Freiheit. Monate der Entsagung müssen nachtgeholt werden, Alkohol allein reicht da nicht aus, auch eine Frau muss her!
Aber es soll keine „Clubhure“ sein, sondern ein hübsches, schüchternes Mädchen, das Puck sich auch immer wieder in seinen einsamen Nächten vorgestellt hat.
Becca entspricht genau diesen Vorstellungen und ist unter all den Rockern und zwielichtigen Gestalten wie eine zarte Blume zwischen Unkraut.
Schnell kommt er ihr näher, genießt die Zeit mit ihr und schläft letztendlich auch mit ihr.
Das böse Erwachen kommt jedoch nicht erst am nächsten Morgen. Durch den Alkohol dauert es ein wenig länger, bis Puck realisiert, dass Becca sich ihm nicht freiwillig hingibt, sondern von ihrem Stiefvater dazu gezwungen wird.
Bald ist die Kacke am dampfen, denn Puck erwischt Beccas Zuhälter nicht nur dabei, wie er sie aufs Übelste zusammenschlägt, sondern erkennt auch, dass sie noch minderjährig ist.
Allein, weil dieses Zusammensein für ihn schlimme Konsequenzen haben könnte, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sie an einen sicheren Ort zubringen - einen sicheren Ort an dem er sie absetzt und danach die nächsten Jahre nur aus der Ferne beobachtet.
Doch selbst Jahre des Abstands haben die Gefühle, die bereits damals zarte Bande geknöpft haben, nicht zerreißen können. Sodass eigentlich nur zwei Möglichkeiten bestehen, einen endgültigen Schlussstrich ziehen oder es gemeinsam versuchen. Auch wenn Puck eigentlich alles das verkörpert, das Becca mit aller Kraft entfliehen und hinter sich lassen wollte, zu Mal sie niemals wie es ihre Mutter enden will.


Meine Meinung: 

Während zu Beginn des Buchs das Rockerleben noch sehr präsent ist und auch in seiner vollen Härte gezeigt wird, geht es im weiteren Verlauf, beziehungswiese nach dem Zeitsprung von mehreren Jahren, hauptsächlich um Becca und ihre Weiterentwicklung. Sie hat ihren Schulabschluss gemacht und bereitet sich auf das Ende ihrer Ausbildung vor. Das Opfer von damals hat sich zu einer hartarbeitenden, selbstbewussten Frau entwickelt, die dennoch nie ihren Retter vergessen konnte.
Nach langem Warten und Sehnen nähern sie sich endlich an. Während Puck am liebsten Nägel mit Köpfen machen will, ist Becca vorsichtig und will es lieber langsam angehen, obwohl sie ganz genau weiß, dass sie zusammengehören.
Die Art mit der sie mehr oder weniger langsam ans Clubleben herangeführt wird, ist realistisch. Man merkt regelrecht, dass die Silver Bastards in keiner Weise mit dem MC zu vergleichen sind, von dem Puck sie damals weggeholt hat.
Doch auch wenn Jahre vergangen sind, prägt ihre Vergangenheit immer wieder ihr neues Leben. Denn letztendlich kann niemand aus seiner Haut, vor allem dann nicht, wenn die eigene Mutter verzweifelt um Hilfe anfleht. Sodass Becca wieder mal weich wird und ihr helfen will, selbst wenn das bedeutet, dass sie ihre Prinzipien über Board werfen muss.
Während Beccas Blickwinkel recht bodenständig und auch auf Familie und Freunde bezogen ist, erlebt man aus Pucks Sicht das Leben als Rocker
Neben all den bereits angeführten Konflikten, spielen auch die Geschäfte der Silver Bastards eine Rolle. Was jedoch wirklich hinter all dem steckt beziehungsweise wie diese enden, ist mir nicht wirklich deutlich geworden. Da aber in dem Bonusepilog Andeutungen gemacht wurden, könnte ich mir vorstellen, dass sich alles in einem Folgeband auflösen wird.
Neben diesem Epilog gibt es auch noch den Hauptepilog zu Becca und Puck, der ihre Geschichte nochmal schön abrundet.
Ein ganz besonderes Bonbon ist jedoch die Bonusgeschichte, die Boonie und Darcys Liebesgeschichte erzählt.

Fazit: 




Alles in allem hat mir auch dieses Buch gefallen, da aber das ein oder andere Detail (bisher) nicht ganz so stimmig gewesen ist, würde ich es nach dem aktuellen Stand etwas schwächer als Rockersklavin bewerten. Dennoch absolut lesenswert! Ich habe es zumindest ebenfalls innerhalb von kürzester Zeit verschlungen.

Rezension und Bild erstellt von Kathrin Ho