Dienstag, 11. Juli 2017

Rezension zu "Straßenkötergene" von Julia Seuschek

Erfrischend, besonders,spannend, liebevoll und verspielt.


Allgemeine Informationen:

Autor: Julia Seuschek
Titel: Straßenkötergene
Reihe: /
Verlag: Drachenmond Verlag
Erscheinungsdatum: 08.07.2017
Seiten: ca 220
Preis:
         -E-Book: 3,99 €
         -Print: 12,90 €
ISBN: 978-3959912773


Inhaltsangabe:


Lou wächst in einer Familie von B-Menschen auf. Mit dreizehn Jahren mutiert sie unerwartet zu einem A-Mensch. Ihr leben ist dadurch aus den Fugen geraten. Als dann ihr Vater dann auch noch von der Königsfamilie ermordet wird, schwört Lou eisige Rache. Getarnt als einfacher B-Mensch schafft sie es eine Anstellung im Königsschloss zu ergattern und schmiedet so ihre Pläne der Rache. Wäre da nicht der Königssohn Jared, der ihr mehr bedeutet als sie sich selbst eingesteht. Dann rückt auch noch die Rebellion vor und Lou muss sich entscheiden. Gibt sie Jared auf um das System zu stürzen oder verrät sie ihre Herkunft für das Leben des Königssohns?


Meine Meinung:


Mein letztes Buch von Julia Seuschek ist schon einige Zeit her, aber damals schon mochte ich ihren Schreibstil sehr gerne. Julia schreibt locker aus der Hüfte. Ihre Charaktere nehmen kein Blatt vor den Mund und agieren wie es Teenager im echten Leben auch tun würden. Jared und Lou sind zwei völlige Chaoten, die versuchen sich in einer Welt zurecht zu finden, obwohl beide mit dieser nicht zufrieden sind. Durch ihre verrückte und quirlige Art konnten Jared und Lou meine Sympathie für sich gewinnen.
Lou ist die eigentliche Protagonistin. Die Geschichte wird überwiegend aus ihrer Sicht erzählt. Später tritt auch Jared in den Vordergrund der Geschichte und erzählt ebenfalls durch den Wechsel der Perspektive seine Sichtweise der Geschehnisse. Beide Charaktere nutzen hierfür die Ich-Perspektive.

Auffällig an der Story fand ich es, dass sehr viele Dialoge benutzt wurden und an Erklärungen bzw. Beschreibungen gespart wurde. Auf der einen Seite empfinde ich diesen Schreibstil erfrischend, aber auf der anderen Seite gab es Szenen, die mich verwirrten, da mir einfach die passende Erklärung dazu fehlte.

Der Einstieg in die Geschichte ist der Autorin gut gelungen. Gleich zu Beginn baut sich ein Spannungsbogen auf und es entstanden Fragen, die man als Leser unbedingt beantwortet haben möchte. Das eigenartige System das in dem Buch die Herrschaft darstellt beeindruckte mich hierbei am meisten. Nach dem ersten Spannungsbogen, gab es erst einmal eine Verschnaufpause für die Leser. Hier konzentriert sich die Geschichte überwiegend auf die Charaktere und deren Entwicklung. Zum Ende hin wird es dann richtig spannend und die Bombe platzt. Aber es gibt hier einen Punkt, der mich nicht zufrieden stimmt. Nach meinen Informationen soll Straßenkötergene ein Einzelband sein. Doch ich hoffe wirklich, dass sich das die Autorin noch anders überlegt, denn das Ende ist sehr offen. Es wirkt einfach so, als würde da noch mehr kommen.

Cover: Marie Graßhoff hat hier ein tolles Cover designet. Es sticht durch seine knalligen Farben sofort ins Auge und macht somit auf das Buch aufmerksam.

Fazit:


Straßenkötergene ist eine sehr schöne Geschichte, mit allen was man sich als Leser wünscht. Spannung, Liebe, Hass, Intrigen und viel Humor. Julia Seuscheks Schreibstil ist anders, als man es sich denken würde, aber genau das wirkt sehr erfrischend. Lou und Jared sind zwei besondere Charaktere, die sich auch wie normale Teenager verhalten. Zusammen gefasst, kann ich das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen an die Leser, die einmal etwas ganz anders ausprobieren möchten.

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Rezension geschrieben von Ramona Gall

Bild erstellt von Ramona Gall