Montag, 10. April 2017

Rezension zu "Der Prinz der Elfen" von Holly Black

Allgemeine Informationen: 


Autor: Holly Black
Titel: Der Prinz der Elfen
Reihe: /
Verlag: cbt
Alter: ab 14 Jahren
Erscheinungsdatum: 03.04.2017
Seiten: 416
Preis:
         - E-Book: 13,99 €
         - Print:      16,99 €
ISBN:  978-3570164099


Bewertung:   3,5/5 Sterne




Inhaltsangabe:   



Hazel und Ben leben in einer kleinen Stadt, Fairfold, die an das Reich der Elfen angrenzt. Mitten unter ihnen steht ein gläserner Sarg und ein Prinz der Elfen soll darin liegen. Touristen aus aller Welt reisen an, um sich den Sarg und die Wälder rund um Fairfold anzusehen. Nicht selten geraten sie hierbei in Gefahr. Trotz aller Überlieferungen glauben die Geschwister diesen nicht, lieber erzählen sie dem schlafendem Prinzen all ihre Geheimnisse, den sie werden von ihm magisch angezogen. Doch eines Tages geschieht das scheinbar unmögliche: Der Sarg ist zerstört und vom Prinzen fehlt jede Spur. Ben und Hazel haben keine andere Wahl und stürzen sich in Ereignisse die ihre Leben in Gefahr bringt, doch Hazel kann somit ihren Kindheitsträumen folgen: Als Ritter gegen böse Monster kämpfen. 



Meine Meinung:




Holly Black dürfte einigen von euch bekannt sein. Die Autorin wurde bekannt durch die Magisterium-Reihe, aber auch viele weitere Titel hat Holly Black schon geschrieben und veröffentlicht. Bei diesem Werk handelt es sich um ihre Neuerscheinung in deutscher Sprache unter dem cbt Verlag.
Der Prinz der Elfen war mein erstes Buch, welches ich von der Autorin lesen durfte. Es war eine schöne Erfahrung, aber es gab auch ein paar Punkte die mich gestört haben.

Im Mittelpunkt steht Hazel, die Protagonistin, und ihr Bruder Ben. Die Geschwister sind einzigartig und pflegen eine besondere Beziehung zueinander. Diese Beziehung zwischen den Geschwistern gefiel mir sehr gut. Beide Charaktere sind sehr speziell. Hazel zeigt sich stark und selbstbewusst. Ben dagegen oft unsicher und zurückgezogen. Sehr toll im Bezug auf Ben seine Liebesneigungen fand ich, dass Ben homosexuell ist und dazu offen in der Geschichte steht. Aber es gibt auch Nebenrollen in der Geschichte, die es in sich haben und sehr besonders sind. Sehr zur Freude für die Leser. Mit allen Charakteren entwickelt sich die Geschichte sehr gut und gewinnt an Tiefe. Der gehörnte junge Elf ist ein Wesen, mit dem man so, wie er in der Story auftritt nicht rechnen würde. Auch Jack, ein Wechselbalg, zeigt sich sehr eigen und liebenswürdig zugleich. Diese vier Charaktere formen die Geschichte auf ihre eigene Weise.

Aufregend waren die Informationen zu der Stadt in der die Vier leben. Fairfold. Eine kleine Stadt, die nicht andersartiger sein könnte. Durch ihre Verbindung zu der Welt der Elfen geschehen viele unerwartete Ereignisse. Die Bewohner der Stadt leben an der Seite der magischen Welt und versuchen mit dieser zurecht zu kommen. Nicht selten geschehen "Unfälle", die die Stadt in Atem hält. Dieser Umstand verleiht der Geschichte einen zusätzlichen Pepp.

Meine Probleme hatte ich jedoch beim Schreibstil der Autorin. Meiner Meinung nach sind die Erzählungen und Sätze sehr abgehackt und lassen mich zum Teil in der Luft hängen. Es gab auch einige Kapitel, die ich zweimal lesen musste, da ich zu verwirrt vom Geschehen war um es zu verstehen. Auch das Ende ist meiner Meinung nach zu flach gehalten. Ich freue mich darüber, dass dieses Buch als Einzelband abschlossen ist, aber der Kick des Endes fehlte mir.

Gegenüber dem Cover bin ich in meiner Meinung zwiegespalten. Es ist auf seine eigene Art besonders und stickt einem ins Auge, aber zugleich wirkt es überladen. Das gesamte Augenmerk ist auf die Mitte des Bildes gerichtet und am Rande schlicht gehalten. Es wirkt als würde man durch ein Portal in eine fremde Welt blicken. In diesem Punkte stellt es einen Bezug zur Geschichte her.

Fazit: 

Durch die besondere Art der Charaktere wird diese Geschichte richtig interessant. Mit dem Schreibstil hatte ich meine Probleme, doch die Story ist dennoch spannend und reizt das Leserherz. Den Fans der Autorin kann ich das Buch weiter empfehlen. Auch den Liebhabern von Elfengeschichten kann ich es ans Herz legen. Leser, die bisher noch kein Buch der Autorin gelesen haben, kann ich es auch empfehlen, würde sie jedoch über meine Erfahrungen mit dem Schreibstil informieren.



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Rezension geschrieben von Ramona Gall
Bildquelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51dN0mTlnvL._SX312_BO1,204,203,200_.jpg