Dienstag, 18. April 2017

Rezension zu "Des Teufels Gebetbuch" von Markus Heitz

Allgemeine Informationen:


Autor: Markus Heitz
Titel: Des Teufels Gebetbuch
Reihe: /
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 04.03.2017
Seiten: 672
Preis:
         - E-Book: 14,99 €
         - Print:      16,99 €
ISBN: 978-3426654194


Bewertung: 4/5 Sterne


Darum gehts:


Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit der Karte auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist um nicht weniger als sein Leben.

Meine Meinung:


Markus Heitz, ein Autor, der schon viele Bücher mit Erfolg vermarktet hat. Einige von euch werden diesen Autor sicherlich schon kennen. Sei es durch eben dieses Buch, Wedora oder die Zwerge Saga und viele andere. Das Buch hat mich regelrecht magisch angezogen und ich musste es einfach lesen. Vielen lieben Dank an dieser Stelle an den Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

Bevor ich jedoch mit dem lesen beginnen konnte musste das Buch noch eine Reise machen. Nach Leipzig, ein Ort der auch im Buch eine wichtige Rolle inne hat. Und so kam es, das Des Teufels Gebetbuch zu seinem Ursprungsort reiste um von seinem Meister in Händen gehalten zu werden. Mit Erfolg, darf ich schreiben. Nach unserer gemeinsamen Mission wanderten Des Teufels Gebetbuch und ich wieder nach Hause zurück und ich durfte selbst Zeuge seiner Macht werden.

Und so tauchte ich ab in die Welt der Karten. Beginnend im Jahre 1768 in Leipzig, als ein junger Mann sich dazu entschieden hatte Spielkarten zu produzieren. Es stellte sich heraus, dass dieser Mann sehr begabt war in seiner Kunst. Wie es das Schicksal so wollte verstrickte sich das Leben des Kartenherstellers mit unheimlichen Ereignissen. Und so nahmen die Dinge seinen Lauf.

Die Geschichte wird zu unterschiedlichen Zeiten erzählt. Einmal in der Vergangenheit ab dem Jahre 1768 und zum anderem in der aktuellen Neuzeit. Auch die Orte an denen die Handlungen geschehen wechseln des öfteren. Von Leipzig über Russland bis hin zu Frankreich waren viele Orten Schauplätze des Geschehens. Es bereitete mir sehr viel Spaß mit den unheimlichen Karten zu reisen und viele Menschen und Orte kennen lernen zu dürfen. Aber es gab Momente, in denen ich verwirrt war durch die Masse der Charaktere, die eine tragende Rolle in der Geschichte spielten. Es waren mir zu viele unterschiedliche Personen, die ich nur schwer auseinander halten konnte, denn sie alle waren nur hinter den Karten her und wiesen sonst meistens keine weiteren Merkmale auf.

Im Vordergrund der Geschichte steht Tadeus Boch, ein ehemaliger Spieler. Er ist ein sehr eigenartiger Mensch. Es fällt mir an dieser Stelle schwer ihn zu beschreiben, da er auch im Laufe der Story einige Wandlungen durchlebt. Zu Beginn wirkte er auf mich, wie ein gebrechlicher alter Mann, der viele Probleme hat und versucht diese zu bewältigen. Später hatte ich eher das Gefühl als wäre Tadeus Boch um 30 Jahre jünger geworden und vor allem körperlich fitter. Ehrlich gesagt mochte ich diesen Charakter nicht sonderlich. Er war mir zu falsch, ein Spieler durch und durch. List, Strategie und Betrug standen bei ihm oft an vorderster Stelle.
Aber dafür hatte ich einen anderen Charakter in mein Herz geschlossen. Hyun Poe, eine Koreanerin, die sehr liebenswürdig und sanft ist. Sie besitzt außerordentliche Fähigkeiten, die sie lenken und auch beeinflussen. Das Beste, was mir an diesem Charakter gefällt ist, dass sie in die gesamte Geschichte hinein stolpert, mit dieser eigentlich nichts zu tun haben will, aber dennoch ihren Weg beschreitet.
Alle Charaktere erzählen ihre Geschichte aus der Dritten Person.

Allgemein lässt sich schreiben, dass diese Story durch und durch spannend ist. Jedes Kapitel hat seinen eigenen Höhepunkt. Es geschehen Ereignisse, mit denen ich als Leser nicht gerechnet hätte und die mich auch positiv überraschten. Im Hintergrund war immer der rote Faden ersichtlich, der auf das große Ganze im Hintergrund hinwies.
Leider gab es auch den ein oder anderen Charakter von dem ich Abschied nehmen musste, obwohl ich ihn mochte. Das schöne und zugleich besondere an der Geschichte ist zudem, dass auch Passagen aus der Sicht der Bösewichte erzählt wurden. Eine willkommene Abwechslung, da zumeist nur die "Guten" in einem Buch an vorderster Stelle stehen.

Ich bin sehr unerfahren im Bezug auf Kartenspiele und Glücksspiele. Mehr als Neunerln und Bömisch Watten bringe ich nicht zustande. Aber auch für die unerfahrenen Kartenspieler hat sich Markus Heitz was einfallen lassen. Auf der Innenseite des Buchumschlags vorne und hinten wird das Spiel Supérieur einfach und ausführlich erklärt. So bekommt auch der unerfahrene Spieler einen Einblick in die Welt der Karten.

Nun noch ein paar letzte Worte zu dem Cover. Es zieht förmlich den Blick auf sich. Es wirkt geheimnisvoll, mörderisch und spannend. Ich liebte es vom ersten Moment an. Es stellt einen Bezug zur Geschichte her und ist zudem ein Augenschmaus.

Fazit:

Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen. Auch an die Leser die wenig Ahnung von Kartenspiele haben. Es ist sehr spannend und geheimnisvoll geschrieben. Es gibt einige Überraschungen für den Leser mit denen man nicht rechnen würde. Einzig die Masse an Charakteren, die eine tragende Rolle inne haben waren mir zu Beginn des Buches zu viel. Dies legte sich nach einiger Zeit wieder. 


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Rezension geschrieben von Ramona Gall
Bild erstellt von Ramona Gall