Montag, 3. April 2017

Rezension zum Hörbuch "Rat der Neun, Gezeichnet" von Veronica Roth.

Allgemeine Informationen: 

Autor: Veronica Roth
Titel: Rat der Neun, Gezeichnet
Reihe: Rat der Neun 
Verlag: cbt
Erscheinungsdatum: 17.01.2017
Seiten: 608 
Hörbuchlänge: 16 h 4 min
Preis: 
         - Hörbuch: 15,99 €
         - Gebundene Ausgabe: 19,99 €
         - E-Book: 15,99 €
ISBN: 978- 3844524970

Klappentext:

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Gabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe.
Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Gabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht - was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe. Sie ist stark und klüger, als er denkt.
Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun seinen Bruder zu retten.
Akos und Cyra müssen sich entscheiden: Sich gegenseitig helfen oder zu zerstören. 

Meine Meinung: 



Dies ist mein erstes Hörbuch, welches ich bis zum Ende angehört habe und nun auch rezensieren darf. 
Aufmerksam wurde ich auf dieses Werk durch den Namen der Autorin und natürlich wieder durch das Cover. Wie vielen bekannt sein dürfte schrieb Veronica Roth die Trilogie "Die Bestimmung". Auch diese drei Bücher las ich damals und war begeistert. Nun dachte ich mir, ich versuche mich einmal an ihr neustes Werk. Doch um die Herausforderung für mich persönlich zu steigern, entschied ich mich dieses Mal für ein Hörbuch.

Die Geschichte wird aus der Sichtweise der beiden Protagonisten Cyra und Akor erzählt. Im Hörbuch wurde für die weibliche Protagonistin eine weibliche Leserin, Laura Maire, und für den männlichen Protagonisten ein männlicher Leser, Shenja Lacher, verwendet. Diese Aufspaltung gefiel mir persönlich sehr gut, da man schnell anhand des Vorlesers erkennen konnte, aus wesen Sicht die Story gerade erzählt wird. Beide Leser sind klar zu verstehen und wirken einen besonderen Reiz auf den Zuhörer.

Die Geschichte am Anfang mitreißend und spannend. Es gibt eine neue Galaxie, die sich aus verschiedenen Planeten zusammen stellt. Auf einem dieser Planeten spielt die Story.
Akos, der männliche Protagonist gehört einem friedlichem Volke an, und auch so ist sein Charakter. Er wirkt als könnte er keiner Fliege etwas zu leide tun. Aber seine Loyalität gegenüber seiner Familie und seinem Gefühlen zwingen ihn oftmals zu Taten, die er im Nachhinein bereut. Dennoch schafft Akos es immer wieder sich selbst treu zu bleiben und  macht das Beste aus seiner Situation. Er ist in seinem Auftreten zwar etwas zurückhaltend, aber dennoch präsent.
Cyra ist das glatte Gegenteil von Akos. Wo Akos sich in Zurückhaltung übt, springt Cyra vor und schlägt um sich. Sie ist keine typische Frau. Cyra kann kämpfen wie kein anderer und ist im Charakter, zumindest nach außen hin sehr stark. Aber jede harte Schale hat einen weichen Kern. So auch Cyra.

Die Geschichte wird zu Beginn aus Akos seiner Sicht erzählt, man erhält als Leser eine kleine Einführung in das System der Planeten, wie regiert wird und welche Besonderheiten zu beachten sind. Im Laufe der Geschichte wird auf diesen Informationen das Wissen aufgebaut. 
Einige Leser bemängelten die vielen Informationen am Anfang, und beschrieben, dass sie sich schwer taten in die Geschichte hinein zu finden. Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen.
Ich fand sofort den Reiz der Story und konnte mit den Informationen schnell umgehen.
Dafür aber erging es mir in der Mitte der Geschichte so, dass sie eine Zeit lang ihren Reiz wieder verlor. Veronica Roth hat meiner Meinung nach zu viele kleine Einzelheiten als Beschreibung hineingebracht, die nicht notwendig waren und die Geschichte in die Länge zogen. Auch geschah manchmal Kapitel lang nichts nennenswertes, dafür waren die Ereignisse die Spannung erzeugten kurz gehalten.
Nach diesem Tief ging es jedoch wieder bergauf und die Geschichte erhielt wieder ihren Spannungsbogen.

Das Ende der Geschichte kam für mich persönlich sehr schnell und unerwartet. Ich stand regelrecht vor dem CD-Player und stellte mir die Frage: "Wie jetzt? Das soll das Ende sein?" Zufrieden bin ich in diesem Punkte absolut nicht. Es fehlen mir einfach noch einige Informationen, die meiner Meinung nach hier dazu gehört hätten und nicht erst im zweiten Teil erläutert werden sollten.

Das Cover finde ich persönlich schön gestaltet. Erst wenn man die Geschichte gelesen hat versteht man, warum sich hier Furchen quer über das Bild ziehen. Eine tolle Idee. Der Titel ist deutlich erkennbar und auch der Name der Autorin springt einen förmlich an. Die allgemeine dunkle Gestaltung des Hintergrundes ist ungewohnt, passt jedoch gut zur Stimmung im Allgemeinen.


Fazit: 

Ich persönlich hatte mir mehr von der Geschichte erwartet, vor allem war ich sehr von der Mitte enttäuscht, bei der einige Kapitel lang nichts spannendes geschah. Oft fiel mir auf das die spannenden Ereignisse sehr kurz gehalten waren, wie als wären sie abgeschnitten worden. Diese Kriterien beeinflussten sehr meine Bewertung. Die beiden Leser Laura Maire und Shenja Lacher gefielen mir sehr gut. Ganz besonders, dass je ein Leser einem Charakter zuzuordnen war.
Die Länge des Hörspiels brachte mich an meine Grenzen, damit habe ich nicht gerechnet, aber dennoch war es eine interessante Erfahrung für mich, die ich gerne auch weiterhin ausbauen möchte. Ich habe meinen eigenen Weg gefunden, wie und wo ich Hörbücher in Zukunft hören werden.
Ob ich die Fortsetzung des Buches lesen, bzw hören werde weiß ich noch nicht, in diesem Punkte bin ich mir noch sehr unsicher, da Band 1 mich nicht völlig von sich überzeugen konnte. Leider habe ich auch noch keine Informationen dazu, wann und ob überhaupt ein zweiter Teil erscheinen wird.

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Rezension geschrieben von Ramona Gall
Bildquelle: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51-EC5rpzEL._SX472_BO1,204,203,200_.jpg